Veranstaltungen

 

Parlamentarischer Abend 2014: Chancen in Freiheit!

Unter diesem Motto veranstaltet die Straffälligenhilfe der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e. V. am 25.09.2014 einen Parlamentarischen Abend im Neuen Rathaus Hannover.

Die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz und Dr. Christoph Künkel, stellvertretender Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e. V., halten Grußworte. Erwartet werden 120 Gäste aus Politik, Justiz und Freier Wohlfahrt.

Mit 14 Anlaufstellen für Straffällige und Haftentlassene hält die Freie Wohlfahrtspflege in Niedersachsen ein flächendeckendes Hilfeangebot für inhaftierte Straffällige und Haftentlassene vor. Hilfen bei der Wohnungssuche und bei der Jobsuche, bei der Wiederbeschaffung von Papieren, bei der Auseinandersetzung mit Behörden und in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens sind für Entlassene oft notwendig. Gerade die ersten Monate nach der Entlassung bergen das höchste Rückfallrisiko.

„Wir arbeiten an der Resozialisierung Haftentlassener, das Ziel ist gesellschaftliche Teilhabe in Freiheit. Freiheit meinen wir in doppeltem Sinne: Freiheit von Straftaten und Strafe“, sagt der stellv. Vorsitzende der LAG FW Dr. Christoph Künkel, „Resozialisierung ist gute Prävention. Denn Resozialisierung ist Teilhabe, Teilhabe sorgt für Sicherheit. So helfen wir allen“, ist Künkel überzeugt.

Die Gründung der Anlaufstellen fiel in die Amtszeit des damaligen Justizministers Prof. Dr. Hans-Dieter Schwindt zwischen 1979 und 1981. Ein 12 Punkte umfassender Aufgabenkatalog regelt seitdem die Arbeitsfelder der Anlaufstellen. Über 4.800 Ratsuchende wurden letztes Jahr betreut. 53 Mitarbeitende auf 34 Vollzeitstellen führten über 50.000 Beratungsgespräche in Gefängnissen, nach der Entlassung und auch zur vorbeugenden Haftvermeidung. Fast 30.000 Hafttage konnten so abgewendet werden. „Wenn wir bedenken, dass ein einziger Hafttag den Steuerzahler 118,-€ kostet“, so Künkel, „ist das ein beachtlicher Erfolg, auch unter finanziellen Gesichtspunkten.“ Die Anlaufstellen werden zu 54% aus Landesmitteln finanziert, das übrige Geld bringen Kommunen (14%) und die Träger selber (32%) auf.

Der Parlamentarische Abend dient der Darstellung der Arbeit und der Pflege der Kontakte zur Politik. Dabei betont Dr. Künkel: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Justizministerin Frau Niewisch-Lennartz ein Grußwort spricht. Das zeigt die gute gewachsene Partnerschaft zwischen Straffälligenhilfe und der Justiz.“

Künkel weiter: „Wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, Öffentlichkeitsarbeit gegen die Diskriminierung Haftentlassener zu machen. Nur, wenn sich die Gesellschaft als aufnehmender sozialer Empfangsraum öffnet, haben ehemalige Straffällige und Haftentlassene echte Chancen in Freiheit!“

 

Interne Veranstaltungen

Die Teilnahme an gesellschaftlichen Aktivitäten stellt ein menschlichen Grundbedürfnis dar, das den Austausch und sozialen Kontakt ermöglicht und fördert. Deshalb versuchen wir unseren Klienten im Rahmen unserer finanziellen und zeitlichen Kapazitäten solche Veranstaltungen anzubieten, deren Teilnahme natürlich freiwilig und großteils kostenfrei erfolgt.

Braunkohlessen

Traditionell findet unser Braunkohlessen in der Vorweihnachtszeit statt. Wir den Braunschweiger Braunkohl in unseren Räumen selbst und bieten unseren Klienten gegen einen kleinen Unkostenbeitrag nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch die Möglichkeit sich beim Essen in unseren Räumlichkeiten in Ruhe auszutauschen. Das Braunkohlessen stellt zudem für die Mitarbeiter der Anlaufstelle eine seltene Möglichkeit dar, sich außerhalb der Arbeit mit den Hilfesuchenden zu unterhalten.

Weihnachtskaffeetrinken

Silvesterfrühstück

 

Einrichtungsübergreifende Veranstaltungen

"Tenzer-Cup"

Seit 2008 findet jährlich im September der "Harald-Tenzer-Pokal" statt. Dieses Fußballturnier ist der Zusammenarbeit im rahmen des Projekts "Brücken Bauen" mit der Brunswiek Marketing und der Eintracht Braunschweig entstanden und ist inzwischen der Höhepunkt unserer freizeitlichen Veranstaltungen.

Das Turnier findet auf dem Stadiongelände der Eintracht Braunschweig statt, die neben ortsansässigen Unternehmen, der Stadtverwaltung, der Polizei, der Kirche und anderen sozialen Einrichtungen, ebenfalls regelmäßig ein Team für das Turnier antreten lässt. Gepfiffen werden die Spiele von einem FIFA-Schiedsrichter.

Im Vordergrund der Veranstaltung steht nicht der Sieg oder die Verteilung von Geldern, sondern der gemeinsame Spaß am Sport, die koorperative Zusammenarbeit und die menschliche Begegnung auf und neben dem Platz.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Durch unsere Öffentlichkeitsarbeit weisen wir auf die Probleme straffällig gewordener Mitbürger hin, wollen Verständnis schaffen und unsere Arbeit vorstellen.

Kriminalpolitisches Forum

Das Kriminalpolitische Forum findet mehrmals im Jahr in unseren Räumlichkeiten statt und bietet Fachpersonal aus dem Sozialwesen, der Justiz und der Wissenschaft sowie interessierten Bürgern eine Plattform, um fachspezifische Themen im Rahmen eines Referentanvortrages und anschließender Diskussion zu besprechen und eingehend zu beleuchten.

Vorstellung der Cura e.V. in der Braunschweiger Justiz

Auch wenn die Cura e.V. ursprünglich aus den Reihen der Justiz gegründet wurde, bringen wir uns in regelmäßig bei Staatsanwälten und Richtern in Erinnerung bzw. stellen uns neuen Staatsanwälten und Richtern vor.

Dieser Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ist besonders wichtig, weil wir auf die Zuweisung von Geldauflagen / Geldstrafen aus der Justiz angewiesen sind und für eine gedeihliche Zusammenarbeit das gegenseitige Verständnis über Aufgabengebiete und Arbeitsweise unerlässlich ist. Die Anlaufstellen fungieren nämlich für viele Hilfesuchenden als Brücke zur Justiz, indem wir durch die Bereitstellung einer postalischen Anschrift und Klärung von Missverständnissen den Kontakt herstellen und aufrechterhalten, Verständnis für die jeweils andere Seite schaffen und einen entscheidenenden Beitrag für die Zahlung von Geldstrafen / Geldauflagen durch unsere Geldverwaltung schaffen und dadurch Ersatzfreiheitsstrafen vermeiden.